Abitur 1966

Die Jungen ließen sich willig führen, und ein guter Klassengeist hielt sie zusammen. Einzelgängerund Querköpfe finden sich kaum unter ihnen.“

(Klassenlehrer P. Hartmann SJ)

 

2016 02 13 DSC0053650 Jahre Abitur an der Sankt-Ansgar-Schule! Das wollte die alte 13n nicht ungefeiert lassen. So trafen sich 13 Ehemalige beim am Freitag, dem 12. Februar 2016 Senatsbock in einer Hamburger Privatbrauerei. Wir hatten uns vor 10 Jahren zuletzt gesehen. Da gab es so viel Mitteilungsbedarf, dass wir es erst nach zwei Stunden schafften, einzeln über uns zu berichten. Das hätte noch weiter nach Mitternacht gedauert, wenn wir nicht die Ausführungen eines (ehemaligen) Politikers, eines (ehemaligen) Richters und Staatsanwaltes und eines (noch aktiven) Strafverteidigers abgekürzt hätten.

50 Jahre, das Mittelstück des Lebens, mit Höhen und Tiefen. Die Freude des Wiedersehens war groß und das alte Vertrautsein miteinander war schnell wieder da. Hurra, wir leben noch, und das ist gut so!

Von ursprünglich 17 Abiturienten leben noch 14; einer hatte krankheitsbedingt mit Bedauern kurzfristig absagen müssen. Sieben leben noch in Hamburg und Umgebung; die weiteste Anreise war aus Spanien.

Das Interesse, die alte ‘Penne’ zu besuchen, war nicht bei allen groß. Als aber verkündet wurde, dass man uns die Abiturarbeiten im Original aushändigen würde, wollten fast alle dabei sein.

Herr G.Stern (stellvertr. Schulleiter) nahm sich am nächsten Morgen, am Sonnabend 13. Februar ab 11:00h die Zeit für einen ausführlichen Schulrundgang. Im ‘Altbau’ (nur den gab es damals) wurden Erinnerungen wach: In diesem Raum (3. Stock Biologie) haben wir die Klausuren geschrieben. In diesem Physikraum hat Adi Langner das tolle Experiment mit der Camera Obscura gemacht …

16Abi-66Klassentrfn,SAS,HH045Dann war es so weit. Herr Stern verlas den Kommentar des Klassenlehrers zur Klasse insgesamt (s. o.), dann erhielten wir die (leicht vergilbten) Arbeiten. Die Sekretärinnen hatten alles sortiert und in schöne SAS-Mappen mit Namensschild gepackt. Die Spannung war nicht lange auszuhalten. Wir sahen uns sofort die Bewertungstexte mit den Endnoten an. Was uns auffiel, war, dass oft nach einem sehr positiven Kommentar, die Note ‘befriedigend’ stand. Das war vor 50 Jahren eine Prädikatsnote! ‘Gut’ war schon das höchste der Gefühle.

Die teilweise weit angereisten Klassenkameraden nutzten das Treffen auch, um die Hansestadt wieder zu entdecken: Fahrt mit der Fähre nach Finkenwerder, Matjesbrötchen, Kaffeetrinken unter der Glaskuppel des Augustinums, Miniaturwunderland. Abends beim Italiener war nochmal Zeit zum Austausch. Wir erinnerten uns an zahlreiche Mitschüler, die uns auf dem Weg zum Abitur verlassen hatten. Wir hatten auch ein offenes Gespräch über Glaube, Kirche, Deutung des Lebens.

Einig waren sich alle: wir sind DANKBAR, dass wir uns wiedersehen durften!

Manfred Steinig und Martin Dettmann

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